Jugendmedienprojekt geht zu Ende, Inhalte leben weiter

JuMP stand acht Jahre lang für Jugend, Medien und Partizipation

Isabella Kuhne und Jasmin Rohani im JuMP-Büro.So ordentlich sieht ein Medienpädagogik-Büro nur zum Projektabschluss aus: Isabella Kuhne (links im Bild) und Jasmin Rohani haben das Jugendmedienprojekt JuMP im Haus Neuland nach acht Jahren erfolgreich beendet. Foto: Christina Ritzau

Jugendliche mithilfe digitaler Medien zur aktiven Teilhabe und Mitgestaltung der Gesellschaft motivieren: Das war in den letzten acht Jahren die Zielsetzung im Projekt JuMP der Bielefelder Bildungsstätte Haus Neuland. Ende 2020 läuft das vom Land NRW geförderte Projekt aus. Zum Abschluss blickt das JuMP-Team auf die letzten Jahre zurück und zieht eine positive Bilanz.

Rund 2.800 Jugendliche erreicht

Etwa 190 Seminare, Feriencamps und Workshops hat das Team im Laufe des JuMP-Projektes durchgeführt – im Haus Neuland oder vor Ort in der teilnehmenden Einrichtung. Rund 2.800 Jugendlichen wurden dabei auf direktem Weg Inhalte rund um Medienkompetenz und Partizipation vermittelt. Dabei ging es um Themen wie Sicherheit im Netz, Bildrechte, Datenschutz, Instagram, Snapchat, digitale Selbstverteidigung, Medienproduktion und mehr.

80 Fachkräfte für politische Jugendmedienbildung ausgebildet

Zudem hat das JuMP-Team zahlreiche Multiplikatorinnen und Multiplikatoren fortgebildet, die im Alltag mit Jugendlichen arbeiten und die Kompetenz aus dem Projekt in ihre Einrichtungen und Gruppen weitertragen. Allein rund 80 Fachkräfte wurden in sieben Durchgängen der Zertifikatsreihe Train@JuMP zur Fachkraft für politische Jugendmedienbildung ausgebildet. „Wir sind mehr als zufrieden – und stolz darauf, dass JuMP so gut angenommen wurde“, resümieren die Medienpädagoginnen Isabella Kuhne und Jasmin Rohani, die das Projekt im Haus Neuland zum Abschluss bringen.

Auch in den letzten Wochen und Monaten hatte das Projektteam noch einmal alle Hände voll zu tun – trotz Corona. So gab es beispielsweise Workshops zur digitalen Erinnerungsarbeit sowie Medienkompetenztrainings mit jungen Geflüchteten und mit Jugendlichen in Maßnahmen der Agentur für Arbeit.

„Die Nachfrage nach diesen Veranstaltungsformaten ist nach wie vor sehr hoch“, bemerkt Jasmin Rohani und erklärt das so: „So gut wie alle Jugendlichen nutzen digitale Medien im Alltag ganz selbstverständlich. Sie wachsen damit auf. Aber einen Überblick über alle Möglichkeiten und vor allem auch über die Risiken haben längst nicht alle. Da haben wir im Projekt angesetzt.“

Aus JuMP wurde JuMP up!

JuMP ist Ende 2012 im Haus Neuland gestartet. Das Projekt wurde zweimal verlängert und lief seit Ende 2018 mit einem noch schärferen Fokus auf politischen Aspekten der Jugendmedienbildung unter dem Titel „JuMP up! – Jugend, Medien, Partizipation“ weiter. Gefördert wurde es vom Land NRW durch das Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration.

 „Medienkompetenz und Partizipation sind inzwischen ein Aspekt in sehr vielen Fortbildungen im Haus Neuland – einfach deswegen, weil sie in so vielen alltäglichen Lebensbereichen eine Rolle spielen. Und die Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, die wir im Rahmen unserer JuMP-Zertifikatsreihe ausgebildet haben, werden auch weiter im Haus Neuland arbeiten, zum Beispiel als Teamerinnen und Teamer in der Jugendbildung“, erklärt Isabella Kuhne und betont: „Auch wenn das Projekt jetzt beendet ist, leben die Inhalte weiter.“

17.12.2020