Zivil-militärischer Dialog

Russland, Hitler-Attentat und Extremismus als Seminar-Themen im April und Mai

Die Politik Russlands, das Hitler Attentat und Extremismus in Deutschland – um diese Themen geht es in drei Seminaren für politisch interessierte Bürgerinnen und Bürger, die unsere Bildungsstätte in Bielefeld-Sennestadt demnächst anbietet.

Zwei Seminare finden zeitgleich Mitte April statt, ein weiteres Ende Mai 2019. Alle Veranstaltungen folgen dem Konzept des zivil-militärischen Dialogs – mit dem Ziel, Bürgerinnen und Bürger mit Vertreterinnen und Vertretern der Bundeswehr ins Gespräch zu bringen und dadurch einen politischen Austausch anzuregen.

Gefördert werden die Seminare durch die Bundeszentrale für politische Bildung und die Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen.

Blick über die Schulter eines Bundeswehr-Soldaten in Uniform.

 

"Quo vadis Russland? – Russland verstehen"

(Dienstag und Mittwoch, 16. und 17. April 2019)

Die Beziehungen zwischen Russland und dem Westen sind seit der Russland-Ukraine-Krise 2014 angespannt. Auch im Syrienkonflikt unterstützen Russland und der Westen gegensätzliche Kräfte. Zugleich ist Russland wichtiger Energielieferant Europas, aktuell steht das Projekt "Nord Stream 2" in der Diskussion.

Im Seminar "Quo vadis Russland? Russland verstehen" (16. und 17. April) werden die Geschichte und Politik Russlands in den Blick genommen: Ein Schwerpunkt wird die Entwicklung der Außen- und Sicherheitspolitik unter Putin sein. Darüber hinaus werden die Konsequenzen für die Ost-West-Beziehungen, Europa und die Welt thematisiert.

Das Seminar wird geleitet von Dr. Alexander Friedman, Zeithistoriker und Erwachsenenbildner aus Düsseldorf. Die Teilnahme kostet 55 Euro inkl. Tagungsverpflegung, eine Übernachtung im Haus Neuland ist gegen einen Aufpreis möglich.

 

"Das Attentat vom 20. Juli 1944: Claus Schenk Graf von Stauffenberg, ein Held? – Widerstand gegen Hitler und das NS-Regime"

(Dienstag und Mittwoch, 16. und 17. April 2019)

Das Attentat am 20. Juli 1944 auf Adolf Hitler, geplant und verübt durch eine Gruppe hoher Offiziere um Claus Schenk Graf von Stauffenberg, gilt heute in der öffentlichen Wahrnehmung als Symbol des militärischen Widerstands gegen den Nationalsozialismus.

Doch lange Zeit taten sich die Deutschen schwer mit den Widerständlern: Die NS-Propaganda zeigte große Wirkung, auch nach dem Krieg galten die Akteure des 20. Juli weiterhin als Verräter, die Eidbruch begangen und das Vaterland verraten hätten. Erst ab den 1960er Jahren begann ein Umdenken, der Akt des Widerstands wurde als solcher langsam anerkannt. Oder mit den Worten Fritz Bauers: "Am 20. Juli 1944 war das deutsche Volk total verraten von seiner Regierung, und ein total verratenes Volk kann nicht mehr Gegenstand eines Landesverrats sein." Doch bis sich diese Sichtweise in der deutschen Bevölkerung durchsetzte, vergingen weitere Jahrzehnte.

Das Seminar "Das Attentat vom 20. Juli 1944: Claus Schenk Graf von Stauffenberg, ein Held?" (16. und 17. April) wird von dem Historiker und Ausstellungskurator Frank Huismann geleitet. Die Teilnahme kostet 55 Euro inkl. Tagungsverpflegung, eine Übernachtung im Haus Neuland ist gegen einen Aufpreis möglich.

 

 

"Extremismus in Deutschland – Eine historisch-politische Betrachtung"

(Montag bis Mittwoch, 27. bis 29. Mai 2019)

Extremismus und Terrorismus, Fremdenfeindlichkeit und Gewalt sind eine immerwährende Herausforderung für die Demokratie und den Rechtsstaat. Gemeinhin unterscheidet man beim politischen Extremismus zwischen dem Rechts- und Linksextremismus – was jedoch in Wissenschaft und Politik umstritten ist.

In dem Seminar "Extremismus in Deutschland – Eine historisch-politische Betrachtung" (27. bis 29. Mai) stehen Ideologie, Struktur und Geschichte des Rechts- und Linksextremismus in Deutschland im Fokus. In dem Kontext sollen auch aktuelle Entwicklungen und Gegenstrategien einer wehrhaften Demokratie betrachtet werden.

Der Politologe Michael Koch aus Ascheberg und der Historiker und Sozialarbeiter Jörg Weltzer aus Gütersloh leiten das Seminar. Die Teilnahme an der dreitägigen Veranstaltung kostet 75 Euro inkl. Tagungsverpflegung. Übernachtungen im Haus Neuland können gegen einen Aufpreis dazugebucht werden. Für diese Fortbildung kann Bildungsurlaub NRW beantragt werden.

11.03.2019