
Seminar mit Exkursionen
Datum: Mo., 04.05.2026 12:30 - Fr., 08.05.2026 15:00
Belegungscode: 51519
In der Geschichte waren politische und soziale Konflikte häufig eng mit religiösen Frage verbunden. Glaube konnte Herrschaft ebenso wie Aufbegehren legitimieren, Unterdrückung und Verfolgung ebenso wie Befreiung und Selbstermächtigung. Die großen Konflikte um Glaubens- und Machtfragen waren nicht abstrakt, sondern fanden ganz konkret in einzelnen Gemeinden und Nachbarschaften statt. Die Erinnerung an solche Konflikte prägt zugleich die Erinnerungskultur in den betroffenen Gemeinden bis heute.
Westfalen-Lippe bietet dafür anschauliche Beispiele: den zum Christentum konvertierten Sachsenherzog Widukind im ländlichen Enger, die Hexenverfolgungen in der Hansestadt Lemgo, das jüdische Erbe in der Fürstenresidenz Detmold und der Bischofssitz Münster als Ort des Täuferreichs und des Westfälische Friedens.
Das Seminar möchte die Teilnehmer:innen in die Lage versetzen, historische Konflikte um Macht- und Glaubensfragen besser zu verstehen und das Gedenken an diese Konflikte kritisch zu reflektieren.
Es finden mehrere Exkursionen statt, die auch bei schlechtem Wetter durchgeführt werden. Daher bitten wir um wetterfeste Kleidung und geeignetes Schuhwerk.
Das Seminar ist möglicherweise nicht für Menschen mit Gehbehinderung geeignet - wir beraten gerne!
gefördert durch die Bundeszentrale für politische Bildung
Politisch Interessierte
Das Seminar beleuchtet die enge Verknüpfung von Macht- und Glaubensfragen in der Geschichte. Anhand regionaler Beispiele aus Westfalen-Lippe – vom Sachsenherzog Widukind über die Hexenverfolgungen in Lemgo bis hin zum jüdischen Erbe in Detmold und den Konflikten um Täuferreich und Westfälischen Frieden in Münster – wird sichtbar, wie Religion Herrschaft, Widerstand und gesellschaftliche Konflikte prägte. Neben der historischen Analyse richtet das Seminar den Blick auch auf die Erinnerungskultur: Wie wird heute an diese Konflikte erinnert, und welche Bedeutung haben sie für das kollektive Gedächtnis?
Die Teilnehmer:innen
- gewinnen ein vertieftes Verständnis für die Rolle von Religion in politischen und sozialen Konflikten der Geschichte
- lernen regionale Fallbeispiele aus Westfalen-Lippe als konkrete Schauplätze solcher Konflikte kennen
- reflektieren kritisch die Traditionen der Erinnerungskultur in Gemeinden und Städten
- entwickeln die Fähigkeit, historische Macht- und Glaubensfragen in aktuellen Diskursen wiederzuerkennen
- stärken ihre Kompetenz, historische Narrative einzuordnen und deren Wirkung bis in die Gegenwart zu beurteilen
Anmeldung möglich
Klicke einfach auf den Fachbereich, dem dein Seminar zugeordnet ist – dann wird dir die passende Kontaktperson angezeigt.

Seminarmanagement
s.maass(at)haus-neuland.de
fon: 05205 9126-30

Seminarmanagement und Gastveranstaltungen
buchungszentrale(at)haus-neuland.de
fon: 05205 9126-0

Seminarmanagement und Gastveranstaltungen
buchungszentrale(at)haus-neuland.de
fon: 05205 9126-0

Seminarmanagement
s.maass(at)haus-neuland.de
fon: 05205 9126-30