Bildung und Erziehung — Seminare für ErzieherInnen und andere Fachkräfte in KiTas

Konzepte und Methoden

Spielen Jungen anders als Mädchen - … und wenn ja, warum?

Erkenntnisse der Neurowissenschaften & Co. zum Unterschied der Geschlechter

Mo, 16.04., 11:00 Uhr – Mi, 18.04.2018, 15:00 Uhr    Belegungscode: 29655

Immer wieder sind bei Mädchen und Jungen Unterschiede im Spiel und bei der Kommunikation zu beobachten. Obwohl die Jungen aufgefordert werden, Streitigkeiten mit Worten beizulegen und Blickkontakt zu halten, wenn mit ihnen geredet wird, fällt ihnen dieses meist schwer. Mädchen hingegen sind meist wortgewandt und diskutieren gern, sind aber auch zickig oder weinerlich. Wehren sie sich körperlich, erstaunt ihr burschikoses Auftreten oft.

Beide Geschlechter werden von den Erziehenden gleich behandelt und gefordert, dennoch verhalten, bilden und sozialisieren sie sich anders.

Neuere wissenschaftliche Erkenntnisse verweisen darauf, dass einige Bereiche im Gehirn in ihren Strukturen und Funktionen geschlechtsspezifisch angelegt sind. Dieses gilt beispielsweise für den Erwerb, die Fähigkeit sowie die Verarbeitung von Sprache. Sogar Gesundheit und Krankheit zeigen sich anders, und inzwischen ist eine geschlechtsspezifische Diagnose und Behandlung für Frauen gesetzlich geregelt.

Die von den Wissenschaften bisher entdeckten organismischen Unterschiede erfordern eine Begleitung, die dieses berücksichtigt, ohne dass jedoch damit eine Rollenzuschreibung zu verbinden ist. Mädchen und Jungen können in jedem Bereich ihre Interessen leben und Aufgaben übernehmen, sie tun es nur anders!

Im Seminar werden die zu vermittelnden theoretischen Grundlagen anhand diverser Beispiele beleuchtet und konkretisiert, um daraus Handlungsansätze für die Praxis zu entwickeln. Eigene Beispiele, als Fragestellungen mitzubringen, sind erwünscht.

Themen der Differenz sind beispielsweise:
- Entwicklungsschritte des Organismus und ihr zeitlicher Verlauf
- Strukturen und Funktionen im Gehirn
- Verhaltensformen bei Spiel und Kommunikation
- Wahrnehmung, Emotionen und Sozialisierung

Eine geschlechtssensible Pädagogik zeigt: Jungen können mehr – und Mädchen auch!

Seminarleitung / Dozentinnen bzw. Dozenten:

Marlene Meding
Magistra der Sozialwissenschaften
Dipl.-Sozialpädagogin
Gesundheitspädagogin
Bildungsreferentin und Autorin

Teilnahmebeitrag

inkl. Tagungsverpflegung: 255,00 €

inkl. Vollpension und Übernachtung im Doppelzimmer Komfort: 345,00 €

inkl. Vollpension und Übernachtung im Einzelzimmer Komfort: 370,00 €

Für diese Fortbildung kann Bildungsurlaub NRW beantragt werden.