Bildung und Erziehung — Fortbildungen für Menschen in pädagogischen Berufen

Fachkraft Gewaltprävention in KiTas, Schulen, Jugendhilfe und Verbänden - Zertifikatsreihe

Fr, 10.11.2017, 10:00 Uhr – Sa, 03.03.2018, 16:00 Uhr    Belegungscode: 26605

Termine / Module:

  • 10.11. – 11.11.2017
  • 26.01. – 27.01.2018
  • 02.03. – 03.03.2018

Die Beschäftigung und Auseinandersetzung mit grenzüberschreitenden, gewaltbereiten Kindern und Jugendlichen hat sich zu einem Dauerthema mit spezifischen Belastungsproben für pädagogische Fachkräfte entwickelt. Eine Überforderung der Fachkräfte ist hierbei keine Seltenheit. Das Coolnesstraining auf der Basis gelebter Wertschätzung bietet einen Ansatz der Gewaltbearbeitung und Gewaltprävention. In der berufsbegleitenden Zusatzqualifikation werden die verschiedenen Methoden dieses Trainings zu einem im Alltag praktikablen und erfolgreichen konfrontativen Arbeitsstil gebündelt. Neben der persönlichen Kompetenzerweiterung berücksichtigt das Qualifizierungskonzept auch Fragen der Organisationsentwicklung, denn ein abgestimmter und effektiver Ordnungsrahmen in Einrichtungen trägt zur Prävention und Minderung aggressiver Verhaltensweisen bei.

Inhalte und Zielsetzungen
Sie werden zur Fachkraft Gewaltprävention in Tageseinrichtungen für Kinder, Schulen, Jugendhilfe und Verbänden ausgebildet. Die Ausbildungsreihe verbindet theoretische Hintergründe und praktische Methodenanwendung. Sie ist vor allem praxis- und selbsterfahrungsbezogen angelegt. So werden konfrontative Interventionsstrategien geübt und auch selbst erfahren. Die Selbsterfahrung bringt den Teilnehmenden Sicherheit im Umgang mit grenzüberschreitenden, gewaltbereiten Kindern und Jugendlichen.
Oberstes Ziel ist die Vermeidung von Opfern!

Ziele
- Auslöser und Hintergründe von Gewalt und abweichendem Verhalten kennen lernen
- Erkundung aggressionsauslösender Situationen
- Stärkung der persönlichen Kompetenzen
- Verbesserung der Fähigkeit zur Selbstbehauptung
- Erlernen neuer Techniken im Umgang mit Gewalt
- Erwerb von Handlungskompetenz und Transfer in das eigene berufliche Handlungsfeld, Konzeptberatung

Themenschwerpunkte
Handlungstheoretische Zusammenhänge
- Aktuelle Erklärungszusammenhänge von Gewalt
- Auseinandersetzung mit Bedürfnissen, Gefühlen und Interessen von grenzüberschreitenden, gewaltbereiten Kindern und Jugendlichen
- Stärkung der Resilienzfaktoren als Element der Gewaltprävention
- Coolnesstraining auf der Basis gelebter Wertschätzung

Training von Methoden und Techniken
- Konfrontation - Deeskalation
- Körperarbeit - Körpersprache
- Interaktionspädagogische Übungen
- Statuentheater
- Erlebnispädagogik - Zirkuspädagogik
- Methoden der Grenzziehung im Alltag zur Normen- und Werteverdeutlichung

Organisationsentwicklung
- Analyse krisen- und gewaltfördernder Aspekte in Institutionen
- Entwicklung eines institutionellen Interventionskozeptes
- Transfer der erlernten Methoden in den pädagogischen Alltag

Zielgruppe:
Pädagogische Fachkräfte aus Tageseinrichtungen für Kinder, der stationären, teilstationären und ambulanten Jugendhilfe, dem schulischen Bereich (Lehrer und Lehrerinnen, Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der OGGS), der Schulsozialarbeit und den Jugendverbänden

Teilnahmevoraussetzungen:
- Psychische Stabilität
- Bereitschaft zur Selbsterfahrung
- Positive Einstellung zur konfrontativen Grundhaltung

Die Zusatzqualifikation ist nicht für Personen geeignet, die eine unbearbeitete eigene Gewaltgeschichte haben

Struktur
Die modulare Reihe umfasst drei Pflichtmodule mit je zwei Seminartagen (insgesamt 6 Tage, 45 Stunden) und schließt mit einem Zertifikat ab.

Material: Bewegungsgerechte Kleidung, warme Socken, eine Decke, ein kleines Kissen – und eine Portion Offenheit.

Seminarleitung / Dozentinnen bzw. Dozenten:

Jürgen Berger
Anti-Gewalt- und Coolness-Trainer
Theaterpädagoge

Teilnahmebeitrag

inkl. Tagungsverpflegung: 710,00 €

inkl. Vollpension und Übernachtung im Doppelzimmer Komfort: 848,00 €

inkl. Vollpension und Übernachtung im Einzelzimmer Komfort: 893,00 €

Für diese Fortbildung können Sie einen Bildungsscheck beantragen.

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