#Respect!

Deutschrap als Zugang zur politischen Bildung

Auf den ersten Blick scheinen Deutschrap und politische Bildung nur wenig gemeinsam zu haben. Doch der erste Eindruck täuscht! Deutschrap gilt als ein Genre, das den vermeintlich Stimmlosen eine Stimme gibt und Themen, Wünsche sowie Probleme abseits der Mehrheitsgesellschaft verhandelt. Deutschrap bietet also einen idealen Zugang zu den Themen der politischen Bildung - besonders da die Musikrichtung in der Lebenswelt vieler Jugendlicher eine wesentliche Rolle einnimmt.

In unserem Projekt #Respect! nutzen wir diesen Zugang, um jugendliche Strafgefangene an politische Themen heranzuführen und ihre Medienkompetenz zu fördern. Im Mittelpunkt steht dabei eine kritische Auseinandersetzung mit den im Deutschrap transportierten Narrativen in Bezug auf Geld, Status, Geschlechterbilder und anderen Diskriminierungsformen. Durch die Arbeit mit Songtexten und Musikvideos lernen die teilnehmenden Jugendlichen, ihre eigene politische Haltung zu reflektieren und eigenständig zu urteilen.

Zum Ende des Projektes bekommen die jugendlichen Strafgefangenen die Möglichkeit, sich mit ihren im Projekt gesammelten Erfahrungen kreativ auseinanderzusetzen. Gemeinsam mit dem Rapper und Referent der politischen Bildung Sinan Demir (alias S.Castro) produzieren sie einen selbstgeschriebenen Rap.

 

Von links: Projektkoordinator Daniel Marchand, Rapper und freier Referent in der Jugendbildung Sinan Demir (alias S. Castro), Projektkoordinator Felix Tiemann

Durchführung und Organisation

Das Projekt richtet sich an Jugendliche im Strafvollzug. In einem Zeitraum von drei Monaten finden vier zweitägige Workshops statt, die in einem zweiwöchigen Rhythmus durchgeführt werden. Jede Workshop-Woche wird mit einem Podcast abgeschlossen, in dem die Jugendlichen ihre Erlebnisse schildern und die Inhalte bewerten können.

Übersicht der Workshops


Förderung

Durch die umfängliche Förderung der Bundeszentrale für politische Bildung wird durch das Projekt einer neuen Zielgruppe die Möglichkeit gegeben, an politischer Bildung zu partizipieren und an gesellschaftlichen Diskursen teilzuhaben.

 

Bundeszentrale für politische Bildung. 


Felix Tiemann

Projektkoordination "#Respect!"
Seminarleitung "HEIMAT reloaded"

f.tiemann(at)­haus-neuland.de
fon: 05205 9126-28

Eine telefonische Beratung zu inhaltlichen Fragen ist vorzugsweise wochentags von 14:00–16:00 Uhr möglich.

Felix Tiemann 

Daniel Marchand

Projektkoordination "#Respect!"
Projektkoordination "HEIMAT reloaded"

respect(at)haus-neuland.de
fon: 05205 9126-71

Eine telefonische Beratung zu inhaltlichen Fragen ist vorzugsweise wochentags von 14:00–16:00 Uhr möglich.

Daniel Marchand 

Sandra Sturm

Tagungssekretariat

s.sturm(at)­haus-neuland.de
fon: 05205 9126-31

Sandra Sturm