Exit Echokammer

Mit innovativen Formaten den demokratischen Diskurs im Netz stärken

„Eine Echokammer ist letztlich ein sozialer Raum, in dem die eigene Meinung gespiegelt und nicht mit anderen Meinungen konfrontiert wird, sodass es automatisch zu einer Verstärkung der eigenen Meinung kommt.“

(Stangl, 2021)


Unsere Gesellschaft wird insbesondere in den letzten Jahren durch antidemokratische und menschenfeindliche Haltungen herausgefordert. Dies spiegelt sich auch in den sozialen Netzwerken wider. Verschwörungserzählungen, Fake News, Hass und Diskriminierung nehmen auf allen Social-Media-Plattformen zu, während immer mehr Kinder und Jugendliche diesen digitalen Raum nutzen und mit zunehmend jüngerem Alter mit Verschwörungserzählungen und diskriminierenden Inhalten konfrontiert werden.

Tastatur mit der Aufschrift  

Um sowohl bisher unerreichte Zielgruppen der politischen Bildung zu erreichen und neue Formate und Methoden der politischen Bildung zu erproben, beteiligt sich Haus Neuland mit einem Modellprojekt zur Erprobung neuer empowernder Konzepte und Methoden der politischen Jugendbildung. Hierbei soll eine möglichst junge Zielgruppe bis maximal 14 Jahren erreicht werden.

Kinder und Jugendliche dieser Zielgruppe sollen für problematisches Kommunikationsverhalten im Netz sensibilisiert werden. Sie sollen lernen, Chancen und Risiken digitaler Medien zu erkennen, um im zweiten Schritt Handlungsstrategien zur Vermeidung von Diskriminierung und Ausgrenzung im digitalen Raum erarbeiten zu können.

Tafel mit verschiedenen Apps und Stichworten 

Woran erkenne ich strafbare Inhalte? Woran erkenne ich Falschmeldungen im Netz? Wie gehen wir mit menschenfeindlichen und verschwörerischen ideologischen Inhalten im Internet um? Was sind geeignete Gegenstrategien? Wie lässt sich Gegenrede einbringen und anwenden? Was ist digitale Zivilcourage?
All das sind Fragen, die mit den Kindern und Jugendlichen erarbeitet werden sollen, um sie möglichst früh zu befähigen, sich kritisch mit bestehenden gesellschaftlichen Verhältnissen und Entwicklungen befassen zu können, und um die Voraussetzung zu schaffen, an gesellschaftliche demokratische Entwicklungsprozesse teilhaben zu können. Der neugierige, unbefangene, aber zugleich kritisch-hinterfragende Umgang mit neuen und bestehenden Strukturen ist eine Schlüsselqualifikation, die es gerade im Hinblick auf Jugendliche zu fördern gilt.

Zielsetzung soll es sein, neue Methoden der politischen Bildung zu entwickeln, welche die Lebensumwelt der Teilnehmer:innen in den Fokus nehmen und ausgehend von dieser Lebensumwelt neue didaktische Konzepte der Demokratieförderung zu entwickeln.

 

Projektzeitraum

01.01.2022 – 31.03.2023

 

Maßnahmen und Formate

Fortbildung für Multiplikator:innen: für pädagogische Fachkräfte, Teamer:innen und Referent:innen, die Präventionsarbeit mit Kindern und Jugendlichen leisten (möchten) und sich dafür neue Methoden und Handlungsoptionen der antidiskriminatorischen und demokratischen Wissensvermittlung erschließen möchten.

Seminare mit Kindern und Jugendlichen im Haus Neuland: für junge Menschen bis maximal 14 Jahre


Fördergeber

"Exit Echokammer" ist ein Gemeinschaftsprojekt der Arbeitsgemeinschaft Demokratischer Bildungswerke. Haus Neuland ist einer von drei Unterträgern, die das Projekt durchführen. Gefördert wird das Projekt durch die Bundeszentrale für politische Bildung.

Logo der Bundeszentrale für politische Bildung 


Daniel Marchand 

Daniel Marchand

Projektkoordination "Exit Echokammer"
Projektkoordination "#HEIMAT reloaded"

adb.heimat(at)haus-neuland.de
fon: 05205 9126-71

Janika Hoppe 

Janika Hoppe

Projektkoordination "Akademie für Kinder- und Jugendparlamente"
Standort Nordrhein-Westfalen

Projektkoordination "Exit Echokammer"

kijupa(at)haus-neuland.de
fon: 05205 9126-61