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Zivil-militärischer Dialog

Germanen und Germanentümelei – Was hat das mit Rechtsextremismus zu tun?

Mi, 10.10.2018, 09:00 – 16:30 Uhr
Belegungscode: 32381

Cherusker, Goten, Sachsen und Wikinger – lange bekannte Stammesnamen erhielten seit dem frühen 19. Jahrhundert eine völlig neue Aufmerksamkeit. Sie wurden als Teil der Germanen gesehen, die man als direkte Vorfahren der Deutschen betrachtete. Im neu entstehenden deutschen Nationalismus wurden „die Germanen“ zur Projektionsfläche unterschiedlichster politischer Erwartungen. Politische Mythen und Sagen bildeten sich aus, die auch durch die Nationalsozialisten im Sinne ihrer ideologisch-rassistischen Weltanschauung vereinnahmt wurden. Bis heute wirken diese Zuschreibungen stark in die rechtsradikale Szene hinein.

Der so entstandene Germanenmythos ist in den letzten Jahren wieder präsenter geworden. In Filmen und Serien, in Internet-Foren, die sich mit Geschichte auseinandersetzen oder schlicht als Aufmacher auch in seriösen Zeitschriften. Außerdem kommt das Thema in verschiedenen jugendlichen Subkulturen vor. Oft spielt auch die szenische Darstellung der Germanen eine Rolle, so z. B. in der „Living History“-Szene. Dadurch entsteht eine Erlebniswelt, die gerade für Jugendliche und junge Erwachsene sehr attraktiv ist. Das alles ist gleichzeitig ein Einfallstor für rechtsradikales Gedankengut.

Seminarleitung / Dozentinnen bzw. Dozenten:

Frank Huismann
M.A., Historiker und Ausstellungskurator

Teilnahmebeitrag

50,00€ für das Seminar inkl. Tagungsverpflegung.

Silke Maaß

Tagungssekretariat Bildung und Erziehung
(Anmeldung & Organisation)

fon: 05205 9126-30
(montags bis donnerstags 9–16 Uhr, freitags 9–14 Uhr)
s.maass(at)­haus-neuland.de

Silke Maaß 

Angelika Schneider

Tagungssekretariat Politische Akademie & Jugendbildung
(Anmeldung & Organisation)

fon: 05205 9126-32
(montags bis donnerstags 9–16 Uhr, freitags 9–14 Uhr)
a.schneider(at)­haus-neuland.de

Angelika Schneider