Referentin

Adina Stinghe hat in Rumänien Politik- und Kommunikationswissenschaften studiert und promoviert derzeit in Münster. Frau Stinghe arbeitet seit 2006 freiberuflich im Haus Neuland und für andere Träger in der außerschulischen Jugend- und Erwachsenenbildung.

Neben interkulturellen Trainings bietet Frau Stinghe Seminare zu den Themen »Rhetorik«, »Lernen lernen« und »Berufsorientierung« an.

Interkulturelles Kompetenztraining

Im Schulalltag von heute bestehen die Lerngruppen aus Kindern und Jugendlichen mit verschiedenen sozialen, kulturellen und religiösen Vorgeschichten. Die Heterogenität stellt die Lehrer/innen vor neue Herausforderungen. Oft werden Verhaltensweisen als störend empfunden und als unhöflich abgestempelt, wenn sie von der eigenen »Normalität« abweichen. Die Werte, Traditionen und Verhaltensweisen, die als Selbstverständlichkeit während der Sozialisation verinnerlicht werden, fallen in verschiedenen Kulturen unterschiedlich aus. In diesem interkulturellen Training soll eine Sensibilisierung hinsichtlich dieser kulturellen Unterschiede erfolgen.

Anhand von konkreten Beispielen aus verschiedenen Kulturen sollen die kulturellen Dimensionen und ihre Ausprägung verdeutlicht werden, um zu verstehen, in welchen Bereichen Unterschiede auftreten und wie diese ausfallen könnten. Gegenstand des Seminars wird auch die Selbstwahrnehmung und die Perzeption des Fremden sein sowie auf die Entstehung und Funktion der Stereotypen. Anhand praktischer Übungen und Simulationsspielen soll schließlich die Erfahrung des Fremdseins und die Herausforderungen des Umgangs mit Fremden erfasst werden.

Die Reflexion des eigenen Verhaltens, die Stärkung der Ambiguitätstoleranz sowie die Sensibilisierung für kulturelle Unterschiede sollen zu einem differenzierten Umgang mit Schüler/innen sowie zu einem vertieften Verständnis des Miteinanders führen.